Sport verbindet

Bunt ist auch die Zusammensetzung der teilnehmenden Läufer*innen, die die zwei Runden mit insgesamt 5 km unter ihre Laufschuhe nehmen: Frauen mit ihren Hunden, Männer mit Kinderwagen, Kinder und Jugendliche, Walker, absolute Laufanfänger und ambitionierte Profisportler. Von Anfang an mit dabei ist auch eine in Tamm lebende iranische Familie. Zumindest deren weiblichen Mitglieder. Denn während die Familienmutter mit zwei ihrer Töchter an der Verbesserung ihrer persönlichen Bestzeit arbeitet, passt ihr Mann auf den Jüngsten auf. Rollenteilung mit westeuropäischer Prägung – die auch in anderen Bereichen gilt: Die zierliche Dreißigjährige weiß genau was sie möchte. Und hat es in der kurzen Zeit ihres Aufenthalts in Deutschland geschafft, Deutsch so gut zu sprechen, dass sie sich ehrenamtlich mit Dolmetscherdiensten für andere Geflüchtete und hier hauptsächlich für afghanische Frauen, engagiert. Selbst ihre berufliche Zukunft hat die Iranerin fest im Blick. Sie will Erzieherin werden und absolviert dazu bereits Praktika in den Tammer Kindergärten. Damit sie möglichst noch in diesem Herbst mit ihrer Ausbildung beginnen kann.

Übrigens wird auch bald der Familienvater mit dem Laufen beginnen. So viel Frauenpower scheint ansteckend zu sein…

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