Nicht zurückschweigen!

Auf der gerade zu Ende gegangenen Weltklimakonferenz wurden kleine Kompromisse als Erfolge gefeiert: Haben wir Umweltkatastrophen wie das im Ahrtal und die vielen anderen Naturkatastrophen des vergangenen Jahres wirklich schon vergessen?

Und die Situation der Menschen auf der Flucht? Wieder erleben viele Menschen an den Außengrenzen Europas unvorstellbare Not und Gewalt. Während wir in gut beheizten Räumen den ersten kalten Außentemperaturen trotzen, frieren und hungern kleine Kinder mit ihren Eltern in den Wäldern zwischen Polen und Belarus, werden geschlagen und zurückgejagt - Pushbacks nennt man das heutzutage - weil sie als Spielbälle eines Diktators und der europäischen Bürokratie herhalten müssen. Während wir uns Gedanken über Weihnachtsgeschenke machen, sind wieder viele Menschen auf dem Mittelmeer unterwegs; verzweifeln die Angehörigen von ehemaligen Angestellten der Bundeswehr in Afghanistan, weil sie nicht mehr ins sichere Europa reisen dürfen.

Deshalb dürfen und wollen wir nicht mehr „zurückschweigen“, wie es in einem Gedicht von Christina Brudereck heißt. Und deshalb sind wir dankbar, dass es viele Menschen gibt, die helfen wollen. Und helfen. Wenigstens mit einem kleinen Anteil dazu beitragen, dass unsere Welt vielleicht doch ein wenig menschlicher wird. Dankeschön, dass Sie uns immer wieder unterstützen. Dankeschön den Helfer/innen der Initiative „Spendentisch Naomi“, die ebenfalls am Sonntag in Tamm waren und Dankeschön an alle am Gottesdienst beteiligten Helfer/innen, mit denen wir gemeinsam einen eindrucksvollen Vormittag gestalten konnten.

 

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