Frauen stärken Frauen Das Kulturkarussell dreht sich weiter

Frauen, die zu uns aus dem Krieg geflüchtet sind gilt die besondere Fürsorge von TafF. Die Frauen werden in speziellen Frauensprachkursen unterrichtet. Doch das allein genügt nicht, sie bei uns zu integrieren. Deshalb hat eine Workshop-Reihe unter dem Namen „Frauen stärken Frauen“ begonnen.

Und dass dies nicht „broternst“ sein muss, hat die bunt gemischte Frauenrunde mit Frauen aus Syrien und Tamm erfahren dürfen. Cleo Becker aus Ludwigsburg lud alle Anwesenden zu einer Fahrt auf dem Kulturkarussell ein. Viele Gemeinsamkeiten konnten festgestellt, Vorurteile ausgeräumt und natürlich auch über Unterschiede gesprochen werden. Beispielsweise die Familiengröße. Haben in Deutschland nur die wenigsten Frauen mehr als zwei Kinder, so ist es in Syrien durchaus üblich mehr als sechs Kinder zu haben. Dass die Kinderbetreuung in Syrien ähnlich wie bei uns ist, löste bei den TafF-Helferinnen Erstaunen hervor:  Kindertageseinrichtungen – auch für Kleinkinder - sind in Syrien, zumindest in den Städten, absolut üblich und ermöglichen so die Vereinbarung von Beruf und Familie. Natürlich bleiben auch viele Frauen bei ihren Kindern zuhause und kümmern sich ausschließlich um die Familie. Doch dies ist eher in ländlich geprägten Landesteilen üblich.  

Der nächste Frauenworkshop hatte das Thema: „Gesundheitsvor-  und Fürsorge“. Zusammen mit der Hebamme Barbara Bayer und der Säuglingsschwester Dorothea Hoffmeister wurden Unterschiede im Gesundheitswesen zwischen den Herkunftsländern und Deutschland besprochen. Der Mutterpass und das Vorsorgeheft für Kinder wurden ebenso erklärt als auch die Kariesvorsorge bei Kindern aber auch bei Erwachsenen.  Erstaunt waren die jungen Flüchtlingsfrauen über die vielen Arztuntersuchungen während der Schwangerschaft und Kindheit. Dies ist in ihrer Heimat absolut unüblich. Schon allein deshalb, weil es dort keine gesetzliche Krankenversicherung gibt.

Während die Frauen ihre Erfahrungen und Gewohnheiten austauschten, wurden mitgebrachte Kinder liebevoll von einem Helferteam im Foyer des Alten Rathauses betreut.

Fortsetzung folgt…

Mit Dieter Baumann Ludwigsburg laufend entdecken

Schon lange haben TafF-Helfer/innen die Idee, einen Lauftreff mit einer Flüchtlingsgruppe ins Leben zu rufen.

Den Grundstein setzten wir nun mit einem super Laufevent  in Ludwigsburg: Beim Sportartikler  „Roy Sports“ war der Start für eine  Laufrunde mit Olympiasieger Dieter Baumann, dem Kulturstaatsekretär, Jürgen Walter von den „Grünen“  und vielen Laufbegeisterten aus Nah und Fern.

Trotz leichtem Nieselregen hatte unsere  Tammer Laufgruppe viel Spaß an der Sightseeing-Tour, die über die Bärenwiese, vorbei am Salonwald und der „Karlshöhe“,  über Grünbühl und Pattonville zurück zum Start am Ludwigsburger Marktplatz führte. Da das Tempo eher gemächlich war, blieb sowohl unterwegs als auch bei der anschließenden „After Run Party“ im Laden von „Roy Sports“ genügend Zeit für neue Kontakte. Und für Verabredungen zum Laufen…

Was unsere Jungs ganz besonders begeisterte – nachdem sie am Abend vorher den MHP-RIESEN beim Siegen zusahen: Der Star der Basketballbundesligisten,  Mustafa Shakur, war ebenfalls Teil der Laufgruppe!

Zu Besuch bei den MHP Riesen

Spannung pur herrschte in der MHP-Arena  Ludwigsburg als am 13. Februar die Zweiten der ersten Basketball Liga aus Frankfurt gegen die  momentan Viertplatzierten aus Ludwigsburg, den MHP Riesen, antraten.

Und bei diesem Spitzenspiel durfte  auch eine Gruppe junger Flüchtlinge aus der Tammer Unterkunft mitfiebern. Bis zur letzten Minute blieb das Match aufregend. Und dass dann unsere Riesen verdient gewannen, entlud sich nicht nur bei „unseren Jungs“ in lautem Jubel! JA die Riesen haben nun neun neue Fans gewonnen!

Jugend unter sich Flüchtlinge auf Besuch beim Internationalen Bund in Asperg

Nachdem einer unserer in Tamm lebenden Flüchtlinge sich entschieden hat, ein Bundesfreiwilligenjahr bei schwer behinderten Menschen in Markgröningen zu absolvieren, lud der Träger, der Internationale Bund, eine Gruppe junger Flüchtlinge zu einer Seminargruppe nach Asperg ein. Junge Menschen, die ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) leisten, besuchen innerhalb dieses Jahres auch Seminare, deren Themen sie sich selbst auswählen. Dieses Mal also das Thema Flucht.

Drehte sich montags alles um „Interkulturelle Kommunikation“ zwischen den jungen Menschen aus vielen Nationen, so war für den Donnerstag ein Begegnungstag mit Sport und gemeinsamem Essen geplant.  Dass gerade gemeinsamer Sport verbindet, bestätigte sich schon wenige Minuten nach dem Anpfiff zum Völkerballturnier.  In den bunt gemischten Mannschaften  wurde gekämpft, gelacht, gewonnen und verloren. Beim anschließenden „Bring and Share Buffet“ wurden die neuen Freundschaften vertieft und den oft sehr traurigen Lebens- und Fluchtgeschichten gelauscht.

Diese Tage in Asperg haben erneut gezeigt, wie wichtig es ist, dass der Kontakt zu Gleichaltringen in Vereinen oder anderen Gemeinschaften für die oft noch sehr jungen Geflüchteten lebensnotwendig ist. Nur so kann lebendige Integration gelingen: wenn sie mit anderen Jugendlichen Freundschaften aufbauen und pflegen können. Und dadurch auch Ängste und Ressentiments  auf beiden Seiten abgebaut werden können.

 

Ein integratives Sportfest

TafF feiert integratives Sportfest mit FSJlern

Am Donnerstag, den 11.02.2016 hatten die motivierten FSJ-ler aus Kreis Ludwigsburg und Umgebung die Möglichkeit einen Nachmittag zu gestalten. Der Anlass hierfür war der Besuch einiger Flüchtlinge aus der Unterkunft in Tamm. Die jungen Männer stammen aus verschiedenen Ländern wie Syrien, Afghanistan, Somalia und Pakistan.

Als Schauplatz dieses Ereignisses wurde uns die Mehrzweckhalle des IB Asperg zur Verfügung gestellt.
Pünktlich um 10:15 wurden unsere Besucher am Asperger Bahnhof herzlich von uns in Empfang genommen. Um die Stimmung etwas aufzulockern, starteten wir mit einem einfachen Kennenlernspiel.
Eine knappe halbe Stunde, und zahlreichen  Erklärungsversuchen in der lingua franca später, hatten wir unseren Gästen den groben Ablauf des Völkerballs soweit gut näher gebracht.
Um dies noch ein wenig zu veranschaulichen, verdeutlichten wir die Spielregeln anhand eines Testspiels.
Um den Neuankömmlingen die Chance zu geben, uns besser kennenzulernen, durften 6 von ihnen jeweils 8 aus unseren fantastischen fünfunddreißig in ihr Team wählen.
Mit 6 motivierten Teams stand einem erfolgreichen Sportevent nichts mehr im Wege.
Alle Teams traten gegeneinander an, bis nach einigen Runden das Siegerteam feststand.
Vor allem unsere neuen Freunde amüsierten sich sichtlich und fanden sich sehr schnell im Spiel zurecht.

Zur Stärkung unserer flinken Sportlerjugend bereiteten einige engagierte Esser ein regelrecht glorreiches Buffet vor. Bestehend aus regionalen Genüssen wie Maultaschen mit Kartoffelsalat, stilvoll zubereiteten Cupcakes bis hin zu türkischen Kostbarkeiten, war für jeden Geschmack etwas dabei.
Um uns etwas besser in die aktuelle Situation der Flüchtlinge hineinversetzen zu können, berichteten uns einige von ihnen über dramatische Erlebnisse aus ihrem Leben und über ihren Weg der sie zu uns nach Deutschland führte.
Nach diesem ereignisreichen Tag beendeten wir das Beisammensein mit einer Abschlussrunde bei der jeder die Möglichkeit hatte, zu sagen wie ihm die Woche und insbesondere der Tag gefallen hat. Die sehr positiven Beiträge unserer lieb gewonnenen Gäste berührten uns sehr und jeder einzelne von uns war froh, diese Erfahrung gemacht haben zu dürfen.