Frauen, Glauben, Religionen

Gleich war allen Frauen, dass sie sich sehr intensiv damit beschäftigen, dass sie sich sehr bewusst sind, dass gerade in dieser von Krisen geschüttelten Zeit, den Frauen wieder eine besondere Rolle zukommt. Dass wir als Bindeglied in unserer Gesellschaft gelten, damit das Boot nicht ohne Steuerfrau durch die sturmgepeitschten Weltmeere schlingern darf… Jede der anwesenden Frauen hat anhand von Bildkarten ihren oft sehr persönlichen Bezug zum Thema Glauben oder Kirche erzählt. Und alle Anwesenden waren sich einig, dass dieses Gespräch fortgesetzt werden sollte – es erst ein Anfang war, sich intensiv mit dem veränderten, modernen Frauenbild in den Kirchen und Religionen zu beschäftigen. Dass wir aber weiter kämpfen müssen, dass wir uns nicht in die von mächtigen Männern geprägte Welt zurückdrängen lassen. Siehe Iran und Afghanistan aber auch die Realität in westlichen Ländern.  Dazu passt, dass wir den nächsten interkulturellen Frauentreff anlässlich des internationalen Weltfrauentags, mit dem traditionellen Frauencafé der örtlichen SPD zusammenlegen wollen.

Nämlich am Sonntag, 12. März 2023, ab 10.00 Uhr, ebenfalls im Jugendhaus Tamm!

 

 

Dies und das von TafF

 

 

Erstes Frauenfrühstück 2023 im Jugendhaus– Frauen und Religion

Einerseits sind sie sowohl spirituell als auch karikativ  bei den vielen Glaubensgemeinschaften sehr stark eingebunden, Doch noch immer werden wir Frauen oft nur auf unsere Helferrolle reduziert und sind häufig – siehe aktuell den Islam in Afghanistan und im Iran – an Leib und Leben gefährdet. Doch auch bei uns Christinnen ist noch lange nicht die Emanzipation in den Kirchen erreicht. Wir dürfen beispielsweise in der Katholischen Kirche nicht zu Priesterin geweiht werden geschweige denn führende Position innerhalb der Hierarchie einnehmen. Zu einer spannenden Gesprächsrunde laden wir deshalb im interkulturellen Kontext ein. Und dabei lassen wir es uns gut gehen: Wir wollen zusammen bei mitgebrachten, oft selbstgebackenen Snacks und Getränken frühstücken.

 

Bleiberecht ist Recht auf Zukunft

Damit dieses Gesetz dann wirklich eine Chance für diese Menschen ist, müssen sie strenge Voraussetzungen erfüllen: Sie müssen zum Stichtag, 01.01.2022 bereits fünf Jahre in der Bundesrepublik Deutschland leben, müssen innerhalb eines Jahres ihre Passbeschaffung nachweisen können – obwohl dies oft an der mangelnden Mitarbeit der Botschaften scheitert -  müssen innerhalb diesen Jahres den Nachweis einer intensiven Arbeitsplatzsuche oder einer Ausbildung erbringen um für ihren Lebensunterhalt sorgen können und sie benötigen ausreichende Deutschkenntnisse. Wird nur eine Voraussetzung nicht erfüllt, fallen diese Menschen sofort in den Status der „Duldung“ zurück und können wieder abgeschoben werden. Selbstverständlich  dürfen sie sich auch keine Straftaten zuschulden kommen lassen. In der Zeit bis das Gesetz beschlossen wird, gilt in vielen Bundesländer die Regelung, dass diese Menschen nicht abgeschoben werden können. Nicht so in Baden-Württemberg, wo die Ausländerbehörden diese Entscheidung treffen können. Wir brauchen also auch dafür die Hilfe von Ehrenamtlichen – denn wie immer ist es so, dass ein gut begleiteter Geflüchteter dann eher eine Chance hat, sein dann geregeltes Recht auch durchsetzen zu können. Es gibt also sehr viel  zu tun für uns Ehrenamtliche und wir hoffen, dass wir genügend neue Helferinnen und Helfer finden, die diese wertvolle freiwillige Arbeit leisten können und wollen.

Wohnung gesucht!

Auch für diese Familie suchen wir schon lange. Doch vielleicht lesen Sie einfach mal ihre Geschichte:

Die Wohnungen im Brückenhaus sind normalerweise  räumlich sehr begrenzt, die Kinder – egal wie alt sie sind – teilen sich oft zu viert oder fünft einen kleinen Raum und die Eltern ebenfalls. Als Wohnzimmer dient die Küche. Es gibt also keine Ausweichmöglichkeit. Nun ist bei der suchenden Familie ein echter, medizinischer Notfall eingetreten: Eines der Kinder hat eine chronische Krankheit, die immer wieder zu längeren, sehr belastenden Krankenhausaufenthalten zwingt. Äußerste Hygiene ist geboten. Doch Sie können sich denken, dass dies in einem gemeinsamen Kinderzimmer für eine große Kinderschar nicht zu ermöglichen ist. Geschweige denn eine ruhige Umgebung zur Genesung.

Deshalb aufs Neue unser Appell:

Wenn Sie eine Wohnung vermieten oder jemanden kennen, der über eine solche verfügt, die zwei Kinderzimmer hat– davon kann eines gerne klein sein – dann melden Sie sich bitte bei uns. Die Miete ist gesichert. Die Familie des kranken Kindes wird überglücklich sein, wenn die Suche endlich ein Ende hat.