Café TafF

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Interkulturelles Fest in Ludwigsburg

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Schuljahresbeginn

Einige der bei uns lebenden Kinder werden, wie andere kleine Tammer Schulanfänger, ihrer Einschulung entgegenfiebern. Andere wechseln auf eine weiterführende Schule oder warten auf ihren ersten Tag in einem Tammer Kindergarten. Aber auch das neue Ausbildungsjahr hat begonnen und damit eine spannende Zeit. Ausbildung – diesen Begriff mussten die meisten der Geflüchteten erst lernen. Denn in den Herkunftsländern kennt man dieses Wort nicht. Dort ist es üblich, dass junge Berufsanfänger sich die geforderten Fähigkeiten einfach von ihren erfahrenen Kolleginnen und Kollegen abschauen. „Learning by doing“. Wir von TafF versuchen sowohl die Berufsstarter als auch die Schulkinder zu unterstützen. Sei es durch gezielte Sprachnachhilfe, sei es durch unsere Angebote in den naturwissenschaftlichen Fächern. Wir versuchen dort zu unterstützen, wo Lücken sichtbar werden oder die ergänzenden Angebote in den Schulen nicht ausreichen. Denn wir wünschen uns zufriedene und erfolgreiche kleine und große SchülerInnen und Schüler, damit sie am Ende des Schuljahres ihren Eltern und Freunden gute Zeugnisse und Beurteilungen präsentieren können. Wir wünschen ihnen auf jeden Fall viel Freude, Erfolg und Glück!

 

 

Sport verbindet

Bunt ist auch die Zusammensetzung der teilnehmenden Läufer*innen, die die zwei Runden mit insgesamt 5 km unter ihre Laufschuhe nehmen: Frauen mit ihren Hunden, Männer mit Kinderwagen, Kinder und Jugendliche, Walker, absolute Laufanfänger und ambitionierte Profisportler. Von Anfang an mit dabei ist auch eine in Tamm lebende iranische Familie. Zumindest deren weiblichen Mitglieder. Denn während die Familienmutter mit zwei ihrer Töchter an der Verbesserung ihrer persönlichen Bestzeit arbeitet, passt ihr Mann auf den Jüngsten auf. Rollenteilung mit westeuropäischer Prägung – die auch in anderen Bereichen gilt: Die zierliche Dreißigjährige weiß genau was sie möchte. Und hat es in der kurzen Zeit ihres Aufenthalts in Deutschland geschafft, Deutsch so gut zu sprechen, dass sie sich ehrenamtlich mit Dolmetscherdiensten für andere Geflüchtete und hier hauptsächlich für afghanische Frauen, engagiert. Selbst ihre berufliche Zukunft hat die Iranerin fest im Blick. Sie will Erzieherin werden und absolviert dazu bereits Praktika in den Tammer Kindergärten. Damit sie möglichst noch in diesem Herbst mit ihrer Ausbildung beginnen kann.

Übrigens wird auch bald der Familienvater mit dem Laufen beginnen. So viel Frauenpower scheint ansteckend zu sein…

Das Mittelmeer als Todesfalle - Ökumenische Aktion zur Seenotrettung

Allein im Jahr 2018 sank jedes 15te Flüchtlingsboot mit insgesamt 2275 ertrunkenen Menschen an Bord. Schwangere, Kinder, Männer – Flüchtlinge, die aus den ärmsten Ländern Afrikas flohen und zuletzt den chaotischen Lagern in Libyen entkommen wollten. Von kriminellen Schleppern um ihr letztes Hab und Gut gebracht, hofften sie in Europa endlich Hilfe zu erfahren. Die internationale Staatengemeinschaft schaut dem Sterben im Mittelmeer tatenlos zu und kriminalisiert auch noch die Rettungsorganisationen, die den Menschen helfen wollen.

Um an die Vorsitzende des „Ausschusses für Menschenrechte und humanitäre Hilfe“, Dr. Bärbel Kofler, in Berlin zu appellieren und auf diese tausendfache Unterlassung von Hilfeleistung aufmerksam zu machen, werden seit den Auftaktgottesdiensten an Pfingsten in den katholischen und evangelischen Kirchen sowie von den Arbeitskreisen Asyl des Landkreises, Postkarten an Frau Dr. Kofler verteilt. Helfen auch Sie mit Ihrer Karte und Ihrer Unterschrift, dass dem Sterben im Mittelmeer ein Ende bereitet werden kann. Vielen Dank dafür. Karten erhalten Sie sowohl von TafF als auch von Ihrer Kirchengemeinde in Tamm.